[31] 2010 erbrachte ein biomechanisches Experiment zudem den Nachweis, dass die versteinerten Fußspuren ein Abdruckprofil konserviert haben, das weitgehend dem der modernen Menschen gleicht: Beim aufrechten Gehen ist die Abdrucktiefe von Zehen und Ferse annähernd gleich; beim Schimpansen-artigen Gehen drücken sich die Zehen tiefer in den Boden als die Ferse.

Molar (der so genannte Weisheitszahn) bereits durchgebrochen, weist aber nur geringe Abnutzungserscheinungen auf. Auch aus diesem Fund konnte abgeleitet werden, dass die Fähigkeit zum aufrechten Gehen bei Australopithecus afarensis weit fortgeschritten („highly evolved“) war. Dies führt bei Zweibeinern zu einer Verdickung der potentiell (bei Überlastung) bruchanfälligen Zonen im Oberschenkelhals. Das Skelett wurde aufgrund von Überlegungen zum Größenverhältnis der Geschlechter (Geschlechtsdimorphismus) bei Australopithecinen einem weiblichen Individuum zugeschrieben; diese Interpretation ist aber umstritten. Fossilien, die Australopithecus afarensis zugeordnet wurden, stammen aus rund 3,8 bis 2,9 Millionen Jahre alten Fundschichten Ostafrikas, insbesondere aus Hadar (Äthiopien) und Laetoli (Tansania).

Ihr Alter wurde – wie das von Lucy – auf 3,2 Millionen Jahre datiert. Ferner ist im Oberkiefer „meistens ein Diastema angelegt, jedoch ist die Abkauung des Oberkiefereckzahns bereits hominin.“ Der Schädel hat keine Stirn. [8] Laut Yves Coppens[9] wurde den an diesem Tag gefundenen Knochenstücken zunächst keine besondere Aufmerksamkeit zuteil, da es zuvor bereits Dutzende ähnliche Funde in der Region gegeben hatte. Seitdem wurden die Originalknochen in Addis Abeba verwahrt.[10]. Lucy wurde auf ein Alter von 3,2 Mio. DIK 1-1 gilt als das derzeit vollständigste Fossil von Australopithecus afarensis. Die Plausibilität der Zuschreibung dieser Fußspuren zu Australopithecus afarensis wurde im Rahmen des Dikika Research Projects durch den äthiopischen Paläoanthropologen Zeresenay Alemseged bestätigt, der das Fossil DIK 1-1 untersuchte und ihm ebenfalls die Fähigkeit zum aufrechten Gehen zuschrieb. Dieser Artikel behandelt das bekannte Skelett eines Vormenschen. Oberkiefer-Molar (Garusi 2) entdeckt, ohne aber ein neues Taxon zu vergeben. Ferner wurden die Fragmente mehrerer Kiefer im Jahr 2015 der durch sie etablierten Art Australopithecus deyiremeda zugeordnet.

Alle Fossilien von Australopithecus afarensis aus Laetoli wurden aus einer Bodenschicht geborgen, die auf ein Alter von 3,76 bis 3,46 Millionen Jahren datiert wurde. Lucy wird in der Fachliteratur daher – aufgrund der Form ihres Beckens und des Abnutzungsgrads ihrer Zähne – meist als eine bei Eintritt des Todes rund 25 Jahre alte Erwachsene beschrieben; einige Forscher deuten den Fun… Die Eckzähne und Backenzähne der Australopithecus afarensis zugeschriebenen Fossilien sind kleiner und weniger stark abgenutzt als jene von Australopithecus africanus, woraus auf eine weniger hartfaserige Kost als bei A. africanus geschlossen wurde. November 1974 von Donald Johanson in Hadar entdeckt und benannt nach dem Beatles-Song „Lucy in the sky with diamonds“, der am Tage der Entdeckung im Forschercamp mehrfach vom Tonband abgespielt wurde. [1] Ob die Fossilien von beiden Fundorten tatsächlich zur gleichen Art gehören, wird von einigen Forschern angezweifelt. [1], Die verwandtschaftliche Nähe zu den Arten der Gattung Homo ist ungeklärt. Die mikroskopische Untersuchung zeigt, daß zu Lebzeiten Zähne abgebrochen sind, vermutlich durch das Beißen auf Nüsse und andere kleine harte Gegenstände. Australopithecus afarensis ist eine Art der ausgestorbenen Gattung Australopithecus.

Es wurde am 24. Das Fossil zählt neben Ardi, DIK 1-1, dem Kind von Taung und Little Foot zu den besterhaltenen Skeletten der frühen Hominini-Arten. Der Erstbeschreibung von Australopithecus afarensis durch Donald Johanson, Yves Coppens und Tim White, der das Fossil LH 4 aus Laetoli zugrunde lag,[2] wurde Lucy als zusätzlicher Beleg (Paratypus) beigegeben. [46] Die Bedeutung des Garusi-Oberkiefers lag trotz der ausgebliebenen Artbeschreibung vor allem in der Erkenntnis, dass Australopithecinen diesem Fund zufolge nicht nur auf Südafrika beschränkt sein konnten, da es der forschungsgeschichtlich erste Fund dieser Hominini-Gruppe in Ostafrika war. Der neuerliche Transport ins Ausland, dessen Ertrag der Finanzierung äthiopischer Museen dienen sollte, wurde von vielen Paläoanthropologen kritisiert, da sie das Risiko einer Beschädigung oder gar des Verlusts der Knochen als unkalkulierbar einschätzten. Im erhaltenen Unterkiefer ist der 3. Donald Johanson, der zu einem Vortrag eingeladen worden war, beschrieb detailliert das Fossil Lucy und die bis dahin bekannten Funde und kündigte die baldige schriftliche Erstbeschreibung der neuen Art anhand des Holotypus LH 4 an. [8] Warum die Art ausgestorben ist, ist ungeklärt. September 2020 um 11:40 Uhr bearbeitet. [4] Aus der relativ geringen Größe des Beckenrings, durch den das Kind bei der Geburt hindurch gelangen muss, wurde geschlossen, dass die Gehirngröße der Neugeborenen ungefähr der Gehirngröße eines neugeborenen Schimpansen entsprochen haben muss.[5]. 47 ihrer 207 Knochen wurden gefunden,[6] darunter ein Oberschenkelknochen mit erhaltenem Kopf und Hals, zwei Schienbein-Fragmente, Teile des Beckens und der Wirbelsäule, mehrere Rippen sowie Teile des Schädels und beider Oberarmknochen; die Knochen der Hände und der Füße fehlen nahezu vollständig.

Australopithecus afarensis war „etwas größer als ein Schimpanse, der schon – wenn auch noch sehr ungelenk – auf den Hinterbeinen ging“. [41] Später wurde in der Kohl-Larsen-Sammlung der Eberhard Karls Universität Tübingen – heute Teilsammlung des Museums der Universität Tübingen (MUT) – noch ein Eckzahn als hominin identifiziert (Garusi 4). Nachbildung des Skeletts von Lucy im Naturhistorischen Museum, Wien, Australopithecus afarensis ist eine Art der ausgestorbenen Gattung Australopithecus. Fossilien von der Fundstätte Maka (sie liegt wie Hadar im Afar-Dreieck) sind 3,75 bis 3,4 Millionen Jahre alt.

Seit August 2007 wurden die Originalknochen in den Vereinigten Staaten ausgestellt. [1] [24], Der Bau der Knochen im Bereich der Schultergelenke, des trichterförmigen Brustkorbs und der Rippen sowie der Ellenbogengelenke ist „eher panin“ (schimpansen-ähnlich) und verweist auf eine „suspensorische“ (an den Armen hängende) Fortbewegungsweise auf Bäumen. 1,50 m und ihr Gewicht auf 40 bis 50 kg geschätzt, für weibliche Individuen wurde eine Körpergröße von rund 1,10 m und ein Gewicht von 28 bis 34 kg rekonstruiert. [28], Das Becken von Australopithecus afarensis weist „die stärksten morphologischen Umgestaltungen im Zusammenhang mit der Aufrichtung und der bipeden Fortbewegungsweise auf.“[22] Zur gezielten Suche nach Indizien für den aufrechten Gang hatten anfangs vor allem die beiden ersten in Hadar entdeckten homininen Fossilien AL 129-1a und AL 129-1b beigetragen: ein Kniegelenk, bestehend aus den einander zugehörigen Fragmenten eines Oberschenkelknochens und eines Schienbeins. Als „erste Familie“ bezeichnete Donald Johanson einen ungewöhnlich umfangreichen Fund von Fossilien, der im November 1975 in Hadar entdeckt wurde:[15] die Überreste von neun Erwachsenen, drei Heranwachsenden und fünf Kindern. [16] Es wird von seinem Entdecker auch Selam („Friede“) genannt. Aus Verärgerung nahm Leakey schließlich am 22. Alle publizierten Altersangaben sind daher vorläufige Datierungen, die zudem nach dem Fund weiterer Belegexemplare möglicherweise revidiert werden müssen. Demnach dienten vor allem die vorderen Zähne zum Zerkleinern der Nahrung [...]. Da die Besucherzahlen in den Vereinigten Staaten weit hinter den Erwartungen zurückblieben, wurde Lucy ab März 2009 bis auf weiteres im Houston Museum of Natural Science eingelagert. Um diese symbolische Einheit zustande zu bringen, gaben sie der Zusammenlegung den Namen Australopithecus afarensis, benannt nach dem Ort, an dem die Fossilien am häufigsten gefunden worden waren – aber sie bestimmten als Holotypus einen Unterkiefer aus Laetoli, das Fossil LH 4.“[5], Johansons Vortrag in Stockholm provozierte zudem eine fachliche Kontroverse um die korrekte taxonomische Benennung der neuen Art. [17] Becken und Beine wiesen menschenähnliche Merkmale auf, während Kopf und Oberkörper als „affenähnlich“ beschrieben wurden. Lucy galt jahrelang als das am besten erhaltene Skelett eines frühen Vertreters der Hominini: 47 der 207 Knochen wurden gefunden,[9] darunter Oberschenkelknochen und Schienbein, Teile des Beckens, der Wirbelsäule, mehrerer Rippen, des Schädels und beider Oberarmknochen; die Knochen der Hände und der Füße fehlen nahezu vollständig. Zunächst spaßhaft gemeint, wurde die Bezeichnung Lucy rasch auch außerhalb des Camps zur üblichen Abkürzung für den Fund. Da Hinrichsens Text die erste schriftliche Erwähnung von Australopithecus afarensis war, folgerten mehrere Taxonomen, die im Sinne der wissenschaftlichen Nomenklatur korrekte Bezeichnung der Art sei: „Australopithecus afarensis Johanson (in Hinrichsen), 1978“ und nicht „Australopithecus afarensis Johanson, White und Coppens, 1978“.[6]. Das hohe Alter des Oberkieferfragments, das in einem Sandsteinblock des Garusi-Tals verbacken war, hatte er jedoch bereits erkannt. Am Hang einer Senke, die ein zum Awash entwässerndes Wadi freigespült hatte, wurde zunächst „das Fragment eines hominiden Arms“ und kurz darauf „die Rückseite eines kleinen Schädels“ sowie in unmittelbarer Nähe das Bruchstück eines Oberschenkelknochens aufgefunden. [9] Australopithecus afarensis ist die älteste Art der Hominini, von der hinreichend viele Fossilien unterschiedlicher Individuen überliefert sind, so dass Körperbau und Körpergewicht relativ zuverlässig abgeschätzt werden können.
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker, Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massen-Aussterben, Die Stechfliege: ein gefährlicher Krankheitsüberträger für Schweine, Von flauschig bis wertvoll: Wie das Gehirn Objekte erkennt, Korallenbleiche: Riff erholt sich schneller als gedacht, Lucy (auch: Dinknesh; amharisch für: Du Wunderbare) bezeichnet das 1974 im Afar-Dreieck (Äthiopien) entdeckte Teilskelett eines als weiblich interpretierten Individuums der Art Australopithecus afarensis.
ausgesprochen píthēkos („Affe“). [3] Lucy wird in der Fachliteratur daher – aufgrund der Form ihres Beckens und des Abnutzungsgrads ihrer Zähne – meist als eine bei Eintritt des Todes rund 25 Jahre alte Erwachsene beschrieben; einige Forscher deuten den Fund allerdings als männlich. [43] Erstmals 1948 von Edwin Hennig als „Praeanthropus“[44] und 1950 von Hans Weinert als „Meganthropus africanus“ ausführlich beschrieben[45] wurde der Garusi-Fund ab den frühen 1950er Jahren auch von anderen Paläoanthropologen in die verwandtschaftliche Nähe des Australopithecus africanus gestellt, ohne jedoch dem Garusi-Fragment den Status als Holotypus einer neuen Art zuzusprechen. Der Skelettbau zeigt Anpassungen an den aufrechten Gang.